Das DFB-Pokalhalbfinale hat es in sich!Für viel Gesprächsstoff sorgt bei den Löwinnen natürlich die Pokalauslosung vom späten Mittwochabend, als Nadine Angerer die beiden Finalisten des letzten Endspiels und derzeitigen Tabellenersten der Frauenfußball-Bundesliga, Potsdam und Duisburg, zusammenloste. Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte ja schon im Vorfeld aus ihrem Wunsch kein Geheimnis gemacht: „Am liebsten nicht gegen Potsdam."Doch jetzt ist diese Begegnung Fakt – und Bange machen gilt natürlich nicht bei den Löwinnen; deshalb hält es der FCR so wie Schalke-Trainer Felix Magath, der im Männer-Halbfinale den zugelosten Gegner Bayern so kommentierte: „Hauptsache ein Heimspiel.“ FCR-Chef Guido Lutz sieht es ähnlich: „Von der Papierform her ist dieses Spiel das vorweggenommene Endspiel. Und wenn wir nun schon im Halbfinale aufeinandertreffen, dann lieber bei uns als in Potsdam.“ Dieses Kräftemessen erzwingt übrigens – ob man will oder nicht – einen weiteren Quervergleich zum Männerfußball: In der letzten Saison haben da Hamburg und Bremen fast eine Ewigkeit lang gegeneinander gespielt. Sollten nun Potsdam und der FCR 2001 in der CL eine Runde weiterkommen (was allerdings angesichts des Gegners Arsenal zumindest für Duisburg eine extrem schwere Aufgabe ist), müssen diese deutschen Spitzenteams im März/April innerhalb von dreieinhalb Wochen gleich viermal(!) gegeneinander spielen – sicher eine ganz besondere Rarität im internationalen Mannschaftssport.